Der Gegenwind für Kylian Mbappé bei Real Madrid wird immer größer, Atlético Madrid schäumt nach dem Halbfinal-Aus gegen den FC Arsenal vor Wut und wendet sich an die UEFA. Die FT-Presseschau am Mittwoch.
Mbappé out
Bei Real Madrid geht es weiter drunter und drüber. Im Sommer soll nach einer titellosen Saison alles auf den Prüfstand gestellt werden. Vereinspatron Florentino Pérez will eigenhändig einen neuen Trainer an Land ziehen und dafür sorgen, dass der Erfolg in die spanische Hauptstadt zurückkehrt. Könnte dem Aktionismus des 79-Jährigen dann auch Stürmerstar Kylian Mbappé zum Opfer fallen? Der 27-Jährige steht bei Real seit seiner Ankunft in der Kritik. Diese erreicht nun jedoch einen neuen Höhepunkt. Die Fans des Weltklubs wollen den Franzosen loswerden und haben eine Petition gestartet.
Unter dem unmissverständlichen Titel „Mbappé out“ heißt es: „Madridistas, verschafft euch Gehör. Wenn ihr glaubt, dass Veränderungen nötig sind, schweigt nicht – unterzeichnet diese Petition und setzt euch für das ein, was ihr für das Beste für die Zukunft des Vereins haltet.“ Diese haben offenbar bereits über 11,5 Millionen Madristas unterzeichnet. Stein des Anstoßes sind die jüngsten Eskapaden des Torjägers. Der aktuell verletzte Kicker hatte am vergangenen Wochenende einen Kurzurlaub mit der Freundin auf einer Yacht verbracht, anstatt sein Team im Stadion anzufeuern. ‚The Athletic‘ berichtet zudem davon, dass Mbappé „wütend und beleidigend“ im Training mit einem Mitarbeiter diskutiert hat, was „die Stimmung in der Umkleidekabine beeinträchtigt“ habe und den Fans sauer aufgestoßen sei.
Haben sich alle gegen Atlético verschworen?
Ausgerechnet Trainer Diego Simeone gab sich im Anschluss an das Halbfinale-Ausscheiden von Atlético Madrid gegen den FC Arsenal (1:1, 0:1) in der Königsklasse am gestrigen Dienstagabend versöhnlich: „Wenn wir ausgeschieden sind, dann deshalb, weil der Gegner es verdient hat, angefangen bei seiner Dominanz in der ersten Halbzeit. Ich bin gelassen und im Reinen, da ich weiß, dass die Mannschaft alles gegeben hat.“ Doch im Hintergrund brodelt es scheinbar bei den Rojiblacos, wie die ‚as‘ berichtet: „Alles begann am Vorabend. In England waren Simeone und sein Atlético Madrid Ziel unaufhörlicher Angriffe und wurden in der Boulevardpresse unfairer Manöver bezichtigt. Arsenal hat bei der UEFA Beschwerde wegen der Rasenhöhe im Metropolitano eingereicht, die sich nach Überprüfung als vollkommen regelkonform erwiesen hat. Und am Montagabend haben die Fans der Gunners vor dem Hotel versucht, die Mannschaft mit Feuerwerkskörpern zu stören.“
Aus diesem Grund hat der spanische Klub der Sportzeitung zufolge Beschwerde bei der UEFA eingelegt. Diese umfasst noch weitere Ereignisse: „Später traf die Mannschaft ohne Begleitschutz im Stadion ein, bis sie kurz vor dem Ziel vor den Toren aufgehalten wurde. Das finale Spektakel erwartete sie auf dem Spielfeld. Während nur eine Minute Nachspielzeit wirklich gespielt wurde, verschwanden Bälle, und die Spieler von Arsenal selbst schossen den Ball auf die Tribünen.“ Zudem sei Atlético bereits die Schiedsrichteransetzung sauer aufgestoßen. Unter der Leitung von Daniel Siebert hatte der spanische Hauptstadtklub in bisher drei Partien noch nie gewonnen. Und auch Bastian Dankert als VAR war Madrid nicht recht (nur ein Sieg bei sieben Ansetzungen).
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