Stolze 20 Millionen plus Boni lässt sich Borussia Dortmund Abwehrneuzugang Joane Gadou voraussichtlich kosten. Im Gegenzug erhält der BVB eines der größten Defensivtalente Europas.
Ole Book soll Borussia Dortmund wieder zu dem Weiterbildungsklub machen, der er einst war. Ein erster Schritt dahin ist die bevorstehende Verpflichtung von Joane Gadou, der für rund 20 Millionen Euro Sockelablöse von RB Salzburg kommt. Weitere vier bis sechs Millionen können in Form von Boni hinzukommen.
Doch wer ist der 1,95 Meter große und gerade mal 19 Jahre alte Franzose, der im Sommer voraussichtlich an der Strobelallee aufschlagen wird? „Gadou ist ein Spieler mit exzellentem Stellungsspiel. Er arbeitet hart, antizipiert oft gut und spielt präzise Pässe. Er ist schnell, ballsicher und verfügt über gute körperliche Voraussetzungen“, benennt der französische FT-Korrespondent Aurélien Macedo die großen Stärken des Youngsters.
Gleichwohl befinde sich Gadou noch mitten in einem Lernprozess. Macedo führt aus: „Er hat gelegentlich noch Konzentrationsschwächen und es fehlt ihm wenig überraschend an Konstanz. Er kann sicherlich eine ganze Saison über konstant gute Leistungen bringen, aber in einigen Spielen auch mal Schwächen offenbaren.“
Großer Vergleich
Dass Gadou noch kein fertiger Spieler ist, sollte niemanden überraschen. Schließlich hat man sich beim BVB auf die Fahnen geschrieben, das einstige Steckenpferd wieder auszubauen. Damals erhielten Stars wie Jude Bellingham, Erling Haaland oder auch Ousmane Dembélé ihren Feinschliff bei Schwarz-Gelb. Ähnlich entwicklungsfähige Juwele sucht man im BVB-Kader momentan vergeblich.
Gadou ist ein solches, so das Urteil von Macedo, der vor einem großen Vergleich nicht zurückschreckt: „In Bezug auf Stärken, Schwächen und Karriereweg erinnert er an Dayot Upamecano. Er hat sich bisher noch nicht so ins Rampenlicht gespielt wie der Bayern-Star, aber er hat beträchtliches Potenzial und kann ein Top-Verteidiger werden, wenn er an seinen Schwächen arbeitet.“
Nun gilt es aus BVB-Sicht erst einmal, den Deal final einzutüten. Ab Sommer wächst dann im besten Fall ein neuer Star in Dortmund heran, der irgendwann in einem Atemzug mit der oben genannten illustren Runde genannt werden kann.
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